Für den exakten Nachbau eines Pumpenlaufrads scannt KSB das Original ein; beschädigte Stellen lassen sich per CAD-Rekonstruktion virtuell „reparieren“. Auf Wunsch des Kunden durchläuft das Modell anschließend einen digitalen Strömungs­test, bevor das Laufrad in die Fertigung geht.

Reverse Engineering:

Dreidimensional scannen, digitalisieren, additiv fertigen: Dies ist der neue Weg zur Rekonstruktion von Pumpen- und Armaturenbauteilen. Benötigt ein Kunde eine Austauschkomponente, ist eine schnelle Reaktion gefordert, um den Ausfall seiner Anlage kurz zu halten. Doch die Suche nach einem Ersatzteil kann zur Herausforderung werden. Das gilt besonders dann, wenn herstellerseitig weder Bauteil noch alte Gussform vorhanden sind oder die Lieferzeit zu lange wäre. Hier greift das Reverse Engineering von KSB. Servicespezialisten scannen das Original ein, wobei sie beschädigte Stellen oder sogar teilzerstörte Komponenten virtuell rekonstruieren. Je nach Größe drucken sie das Bauteil dann direkt aus oder erstellen eine neue Gussform. Durch diese Technologie sind Ersatzteile nicht nur sehr schnell wieder verfügbar, sie haben oft auch eine höhere Qualität als das Original.

Richard Martinez (rechts), Managing Director der KSB-Tochter Standard Alloys, im Gespräch mit Rory Novich
„Unser Reverse Engineering sorgt dafür, dass der Kunde sein Ersatzteil schnell erhält und die Qualität mindestens dem Original entspricht.“ Richard Martinez

Die US-amerikanische KSB-Tochter Standard Alloys ist auf das Ersatzteilmanagement für Pumpen und Kompressoren spezialisiert. Das Unternehmen hat die Technologie des Reverse Engineering über viele Jahre verfeinert. Bei dem originalgetreuen Nachbau von Komponenten geht es keineswegs nur um eigene Produkte, sondern auch um solche von Herstellern, die nicht mehr am Markt sind.

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