VERGÜTUNG DES VORSTANDS (VERGÜTUNGSBERICHT)

Der Vergütungsbericht fasst diejenigen Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der KSB AG Anwendung finden. Er richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Ziffer 4.2.5) und erläutert das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder. Dieses ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Es wird vom Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses beschlossen und regelmäßig überprüft. Gleiches gilt für die Höhe der individuellen Vorstandsbezüge.

Bei der Festlegung des Vergütungssystems für den Vorstand wurde auf eine möglichst transparente und verständliche Ausgestaltung geachtet. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder erfolgte auf der Grundlage unterschiedlicher Parameter. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bildeten sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, welche ansonsten in der Gesellschaft gilt.

Die Vergütung des Vorstands bestand aus festen und variablen Komponenten. Die Festbezüge wurden erfolgsunabhängig gewährt und bestanden aus Fixum, Nebenleistungen sowie Pensionszusagen (Alters-, Berufsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrente). Das Fixum betrug 60 % des maximalen Jahresgehalts und wurde als monatliche Grundvergütung ausgezahlt. Die zugehörigen Nebenleistungen standen allen Vorstandsmitgliedern in gleicher Weise zu und umfassten die private Nutzung von Dienstwagen, die Übernahme von Versicherungsprämien sowie etwaige Zahlungen für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Kredite oder Vorschüsse wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

Um die Nachhaltigkeit des Vergütungscharakters zu gewährleisten, bestand der variable Vergütungsbestandteil hauptsächlich aus zukunftsbezogenen Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Diese orientierten sich zum einen (60 %) am Umsetzungsgrad der Unternehmensstrategie und deren tatsächlichem Erfolg im Markt. Zum anderen (20 %) wurde der Verlauf der Kapitalrendite nach dem „Economic Value Added“-Verfahren an einem vergangenheitsbezogenen Durchschnittswert über einen mittelfristigen Zeitraum gespiegelt. Der kurzfristig ausgerichtete Anteil (20 %) richtete sich nach der Entwicklung der Nettofinanzposition im jeweiligen Geschäftsjahr im Verhältnis zur Planung. Die Höhe der variablen Vergütungsbestandteile war insgesamt begrenzt, um außergewöhnlichen, nicht vorhergesehenen Entwicklungen Rechnung zu tragen.

In die vorstehenden Gewichtungen nicht eingeflossen ist die zusätzliche Möglichkeit einer in das Ermessen des Aufsichtsrats gestellten Prämienzahlung in Höhe von jeweils maximal drei Monatsgehältern pro Geschäftsjahr, um besonderen individuellen Leistungen der Vorstandsmitglieder im Einzelfall Rechnung zu tragen. Hierüber wird nur unregelmäßig befunden, das heißt nicht notwendigerweise jährlich.

Im Dezember 2017 beriet und beschloss der Aufsichtsrat eine Anpassung der Bemessungsgrundlagen für die variable Vergütung ab 2018. Die Ermittlung der langfristigen Komponente erfolgt nunmehr auf Basis des Nettogewinns zuzüglich der ordentlichen Abschreibungen gewichtet für 3 Jahre. Der kurzfristig ausgerichtete Anteil bemisst sich zu gleichen Teilen nach der Entwicklung der jährlichen EBIT-Rendite, dem Umsatz und dem Erfolg bei der Erfüllung eines persönlichen Zieles.

Beim Abschluss von Vorstandsverträgen wird im Übrigen vereinbart, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund den Wert von zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap gemäß Ziffer 4.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex). Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden keinem Vorstandsmitglied zugesagt, auch keine Entschädigungsleistungen für den Fall eines Übernahmeangebots. Wird der Anstellungsvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet, erfolgen keine Abfindungszahlungen des Unternehmens. Die ordentliche Hauptversammlung hat am 6. Mai 2015 – in Anwendung der gesetzlich eingeräumten Möglichkeiten – erneut auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren verzichtet.

Insgesamt betrugen die kurzfristig fälligen Leistungen (Gesamtbezüge) der Vorstandsmitglieder für deren Tätigkeit im letzten Geschäftsjahr 1.858 T€ (Vorjahr 1.250 T€), die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.422 T€ (Vorjahr 1.388 T€). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven Vorstandsmitgliedern sind 2.934 T€ (Vorjahr 5.255 T€) zurückgestellt, gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind es 42.202 T€ (Vorjahr 39.309 T€); deren Gesamtbezüge betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.422 T€ (Vorjahr 2.244 T€). Aktienoptionen oder andere aktienbasierte Vergütungen werden den Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt.

Für das Geschäftsjahr 2017 betrugen die kurzfristig fälligen Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats 834 T€ (Vorjahr 716 T€). Informationen über die Ausgestaltung des Vergütungssystems des Aufsichtsrats sind in der „Erklärung zur Unternehmensführung“ gemäß § 289f HGB enthalten.

Frankenthal, den 21. März 2018

KSB Management SE
Die Geschäftsführenden Direktoren

To top