Dr. Stephan Timmermann

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

als globales Unternehmen agieren wir in einem Marktumfeld, das sich durch politische oder gesellschaftliche Ereignisse über Nacht stark verändern kann. Zugleich stehen wir vor Entwicklungen, die sich zwar weniger eruptiv gestalten, aber gleichwohl radikale Konsequenzen in Wirtschaft und Arbeitsleben haben werden.

Für ein Maschinenbauunternehmen wie KSB ist es vor allem der rasche technologische Wandel, der neue Lösungen in Forschung und Entwicklung verlangt. Zugleich stellt die fortschreitende Globalisierung tradierte Produktionskonzepte in Frage. Ebenso verändert der rasche Aufstieg einiger Schwellenländer die von uns bedienten Wirtschaftsräume, worauf wir uns in Vertrieb und Service einstellen müssen. Nicht zuletzt erfordert die demografische Entwicklung, unsere Arbeits- und Lebensmodelle alterstypisch anzupassen. Hierfür entwickeln wir regional differenzierte Konzepte, einschließlich Qualifizierungs- und Förderprogrammen.

Menschen prägen unsere Marke

KSB positiv zu verändern und damit besser und zukunftssicher zu machen, ist eine Aufgabe, die wir im Unternehmen in den Fokus stellen. Dabei können wir auf die Lernbereitschaft, die Kreativität und das Engagement unserer Mitarbeiter vertrauen. Sie stehen mit ihrer Arbeit für das, was die Marke KSB ausmacht. Und sie sind es, die unser Markenversprechen – „Technik, die erfolgreich macht“ – täglich einlösen. Dort, wo sie mehr für ihre Kunden leisten als andere, legen sie den Grundstein für künftige Erfolge.

Unsere Mitarbeiter durch die aktuellen Veränderungen zu führen, sie auf neue Anforderungen hin weiterzubilden und ihnen eine inspirierende Arbeitsumgebung zu schaffen, ist eine Aufgabe, der wir uns als Geschäftsleitung im Unternehmen gezielt widmen.

Digitalisierung generiert Ideen

In unserem 2017 ausgezeichneten „Business Innovation Lab“, in dem KSB-Mitarbeiter mit externen Fachleuten und Studenten zusammenarbeiten, gelingt uns dies aktuell besonders gut. In unkonventioneller Denk- und Arbeitsweise stellen wir uns dort auf den digitalen Wandel ein und überwinden die Grenzen zwischen Maschinenbau und Informationstechnologie.

Die Verknüpfung dieser Technikfelder schafft Räume für Innovationen, die zu neuen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen führen. Vom 3D-Druck bis zu cloudbasierten Servicelösungen ist es dabei unser Anspruch, branchenweit ein Vorreiter zu sein.

Wachstum öffnet Wege

Veränderung braucht Ideen, Leistungskraft und den Willen, beides zu nutzen. Darüber hinaus braucht es die finanziellen Mittel, um vielversprechende Konzepte zum Erfolg zu führen. Diese erreichen wir durch profitables Wachstum und eine auf Nachhaltigkeit zielende Eigentümerstruktur. Beides gewährt uns im Ergebnis die nötige Handlungsfreiheit.

2017 sind wir hier mit einem Gewinnsprung von annähernd 40 % ein gutes Stück vorangekommen. Unser Auftragseingang ist um 5,0 % gestiegen, und der Umsatz wird dieser Entwicklung zeitversetzt folgen. Darüber hinaus bietet uns eine komfortable Nettofinanzposition hinreichend Freiraum, um alles auf den Weg zu bringen, was unseren Kunden hilft, unsere Mitarbeiter motiviert und unsere Zukunft sichert.

Neue Form schafft neue Basis

Auch organisatorisch befinden wir uns auf dem Weg der Veränderung. Mitte Januar ist aus der KSB AG eine KGaA geworden. Damit sind wir einem Beschluss der letztjährigen Hauptversammlung gefolgt. Unserem Unternehmen haben wir mit diesem Rechtsformwechsel neben einer soliden Basis neue finanzielle und strategische Optionen erschlossen.

Das operative Geschäft der neuen KSB SE & Co. KGaA leiten meine drei bisherigen Vorstandskollegen und ich als „Geschäftsführende Direktoren“ aus einer neu gegründeten Managementgesellschaft heraus. In dieser KSB Management SE setzen wir auf den Rat und die Erfahrung eines aus fünf Personen bestehenden Verwaltungsrats. Er ist das formell höchste Leitungsgremium der KGaA.

Als Aktionäre sind Sie mit dem Rechtsformwechsel automatisch zu „Kommanditisten“ der KGaA geworden. Ansonsten sind Ihr Status und Ihre Rechte in der Hauptversammlung weitgehend unverändert. Eine Ausnahme bildet der Wegfall der Personalkompetenz des Aufsichtsrats: Die neue Organisation mit vier Direktoren kennt keinen von diesem Kontrollorgan zu wählenden Vorstand mehr.

In der heutigen Konstellation werden wir gemeinsam mit Verwaltungs- und Aufsichtsrat intensiv darauf hinarbeiten, sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Profitabilität des Unternehmens kontinuierlich zu steigern. Dabei sehen wir uns aktuell auf einem guten Weg. Es würde uns freuen, wenn Sie ihn, als Aktionäre oder Geschäftspartner, mit uns weitergehen.

Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung

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